Ein Wort - warum nicht mal zum Sonnabend?"Nicht an den Worten, sondern an den Taten sollt ihr sie erkennen..." oder "Der Herr der Ringe" am BodenseeIch weiß nicht, von wem dieser Ausspruch ist. Er geistert schon eine ganze Weile in meinem - zugegebenermaßen manchmal recht wirren - Kopf herum. Apropos geistert: Herr Kempen sagte mir neulich, jemand würde mich als seinen ghostwriter bezeichnen. Liebe Leute! Ich bin ein Feind von Angliz- wie auch und gerade von Amerikanismen. Das soll nicht heißen, daß ich ein Purist sei, denn es gibt mittlerweile Fachgebiete, die ohne englische Ausdrücke einfach nicht zurechtkommen. Nur meine ich, daß wir nach wie vor im Lande der Sprache Goethes, Heines oder Klopstocks leben, und da sollten wir uns doch auch derer befleißigen, und nicht dauernd Anleihen bei den Amis nehmen. Im Impressum steht, daß ich der "Redakteur" (gut, auch kein rein deutsches Wort, aber auch nicht amerikanisch) dieser Seite bin. Ja, sie ist in den Grundzügen von mir entwickelt worden. Aber die hierin enthaltenen Dokumente sind nicht Erfindungen von mir, lediglich ein paar Kommentare. Und daß die zufällig den Nerv des Herrn Kempen treffen, läßt durchaus auf eine gewisse Verwandtschaft im Geiste schließen... Aber zurück zum Ausgangspunkt: Sind denn manchmal nicht die Worte ideeller Ausdruck von Taten? Nehmen wir doch einmal das Beispiel vom So forderte der "Herr der Ringe" mit Namen Heinzelmann den Anwalt des Herrn Netzel, Herrn RA Haid, auf, sich einem solchen anzuschließen. So ein Ringlein ist in mancher Lebenslage ein klarer Ausdruck der Haltung gegenüber seinem Mitmenschen. Wenn ich meiner Holden so eines vermache, dann weiß sie garantiert gleich... - nein, nicht was Sie schon wieder denken! ;-)) Sie weiß, daß ich sie verehre - auch ohne Ring. Nun will aber der Herr Heinzelmann dem Herrn Kempen nicht ein solches vermachen, sondern er möchte vom Herrn Haid, daß er sich einem solchen anschließt. Es ist auch kein Ring für, sondern einer gegen Kempen. Wenn ein Ring für jemanden eine Verehrung ausdrückt, also daß man diesem Menschen nur Gutes wünscht, dann dürfte doch einer dagegen auch das Gegenteil implizieren, oder? Der Herr Heinzel-der-Ringe-mann bietet Herrn Haid ja nicht an, einen solchen zu Gründen, sondern lediglich, sich einem solchen anzuschließen. Das bedeutet: Den gibt's bzw. gab's schon! Also, ein Ring, sicher weniger als Schmuckstück, sondern als eine Gruppierung von Menschen mit einem auf einen Punkt fokussierten Ziel: Gegen Kempen! Ein Ring gegen Kempen in dieser Lesart bedeutet also, daß sich (mehrere) Menschen mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, Herrn Kempen das Gegenteil von Verehrung antun zu wollen. Ist das so? Das Gegenteil von Verehrung ist einfach gesagt etwas Böses. Jemand, der einem anderen Menschen etwas Schlimmes antun will, ist schlichtweg böse oder einfach kriminell. Davor müssen die Menschen geschützt werden. Und dafür gibt es die Polizei. Aber: Die war ja auch schon im Spiel. In Ermangelung besserer Aufgaben und weil Sitte und Drogendezernat überlastet waren, kam einer von der Abteilung Mord und Totschlag. Das passiert am schönen Bodensee relativ selten, und somit hat der Herr Auer relativ häfig Müßiggang. Nur: In der hier entwickelten Konstellation hat der Meister der Lupe - ob nun bewußt oder nicht - Täter und Opfer schlicht verwechselt. Nun ist es beinahe normal, wenn sich Ganoven-Ede mit Rippenbrecher-Karl zu einem Ring gegen Geldschrank-Anton oder Kommissar Hastenichgesehn zusammenschließt. Aber ein leitender Angestellter einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung - das dürfte doch nun wirklich nicht sein! Nun ist es nicht klar, ob Heinzelmann Mitläufer oder gar Rädelsführer dieser Vereinigung ist, aber egal wie - er gehört dort nicht hin! Wer steht über ihm? Richtig! Der hoch-ehrenwerte Vorstand! Und wer ist in diesem vertreten? Genau! Der noch höher ehrenwerte Herr Bürgermeister! Und in diesem Zusammenhang fällt mir gleich noch ein Zitat aus der Kempen-Reihe ein. Wie pflegte sich doch der parlamentarische Geschäftsführer der CDU Sachsen, Herr Klaus Leroff, in Gegenwart des Journalisten Christof Lötsch so treffend auszudrücken? "Was schert mich die Verfassung? Wir haben doch die Mehrheit." Anfrage an "Sender Bodensee": Stimmt es, daß die CDU am Bodensee die Mehrheit hat? - Antwort überflüssig. Kommentar auch. Dem Kronprinzen Renner kommt ja noch ein Umstand zugute: Für ihn sind ja eh die meisten seiner Schäfchen ein wenig matschig in der Birne. Das weiß der Bursche schon seit Anfang 1994, und bis heute hat's ihm noch keiner so richtig verübelt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und nicht nur das: Herr Renner ist sehr sozial veranlagt. Das bestätigen die Feststellungen des Herrn Schöller aus Singen. Und der muß es ja schließlich wissen. Im Klartext: Seit August 2003 läuft der Strafantrag des Herrn Kempen gegen den "Herrn der Ringe". Ergebnis: Null. Ist das ein Wunder, wenn Ganoven die Politik unter sich und ihresgleichen auskungeln? Graupzig, 17. Januar 2004 |
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