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"Erklärbär"

zum ZWEITEN Strafantrag gegen den Vorstand der Sparkasse Singen-Radolfzell

Mein Redakteur zitiert immer wieder einen gewissen Lenin, der es ihm wohl besonders angetan hat, und der sinngemäß gesagt haben soll:

"Klug ist nicht der, der keine Fehler macht. Nur wer nicht arbeitet, macht auch keine Fehler. Ein kluger Mensch aber erkennt seine Fehltritte und zieht daraus seine Lehren, damit sich das nicht wiederholt."

Wie gesagt - so oder ähnlich. Und was diesen Lenin betrifft - wo er Recht hat, hat er nun mal Recht. Wenn dem aber wirklich so ist, wie soll ich dann die Koryphäen (?) - nein, Koniferen
[= "Zapfenträger"] der Sparkasse Singen-Radolfzell bezeichnen? Unklug wäre knallhart geschmeichelt: Bereits im Verfahren Netzel trugen sie falsch vor, worauf die erste Strafanzeige v. 23.11.03 losgelassen wurde. Und nun, keine 2 Wochen danach, wieder dasselbe Theater!

In den von Herrn Schatz überlassenen Unterlagen im Verfahren Dr. Psczolla ./. Sparkasse habe ich alle Anlagen mitgeschickt bekommen. Die Anlagen B10+B11 sind im Vergleich zum Kreditbeschluß vom 22.08.00 der pure Sprengstoff!!

Die handschriftlichen Aufzeichnungen von Heinzelmann müssen in der Zeit vom 17.11 - vor 22.11.00 gemacht worden sein. Er platzierte den Vermerk, daß der Betrag von 206 TDM auf das Konto 383 bereits am 17.11.00 umgebucht sei. Unten links in der Ecke kündigt er eine weitere Zahlung von 166 TDM des Herrn Netzel an, der am 22.11.00 einging. Damit ist der Zeitraum fixiert!

Aus der Bestätigung des Auftrages der BMS AG geht unzweifelhaft hervor, daß ich den Auftrag erst am 20.12.00 unter Druck des Heinzelmann erteilt habe. Die erwähnte Vorschußrechnung vom 16.11.00 wurde von uns als Nachweis evtl. Kosten an das RKW (Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft) geschickt, um dafür Fördermittel zu erhalten. Diese sind erst am 08.12.00 abgelehnt worden [Sauerei - d. Red.], weil die Mittel zum Jahresende "ausgeschöpft" waren. Solange stand noch gar nicht fest, ob und wieviel Fördermittel gezahlt würden.

Da unsere HMK Gruppe Mitglied im Sächsischen Baugewerbeverband war, lag die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, denn es ging schließlich um 170 Arbeitsplätze!

Da wir Dr. Schrode regelrecht von Heinzelmann aufdiktiert bekommen haben, waren wir alle sehr skeptisch. Noch skeptischer werde ich allerdings, wenn ich heute sehe, daß Heinzelmann bereits im November 00 eine Anzahlung über 10.000 DM an einen gewissen Dr. Schrode plante, mit dem bis dato noch nichtmal ein Vertrag vorgelegen hat! Wenn Zuschüsse über das RKW gezahlt worden wären, dann muß lt. Satzung das RKW Auftraggeber von der BMS AG sein. Das war auch Heinzelmann bekannt. Er drohte immer wieder mit der Kreditkündigung, wie das auch Dr. Schrode in seinem Schreiben vom 21.12.00 zwischen den Zeilen versteckte...

Die fehlende Anschubfinanzierung, die Dr. Schrode in seinem "Gutachten" zur Voraussetzung machte, ist Ergebnis des 6-7 wöchigen Stillstandes der HMK-Baustellen auf Grund der Kontenschließung!! Da im Bericht vom 17.08.00 Heinzelmann selber eine Umschuldung über 320.000 DM vorschlug, wäre die Tilgung dieser 320.000 DM entfallen, und wir wären auch so saniert gewesen, weil es kein Problem gewesen wäre, dieses Darlehen langfristig zu tilgen.

    Unbestreitbar steht fest:
  1. Heinzelmann hat devinitiv die faktische Geschäftsführung ausgeübt!
  2. Wie die Finanzplanung zeigt, war Heinzelmann nicht mehr gewillt, den Zessionskredit auszureichen.
  3. Er unterlief die von der Gläubigerversammlung vor dem AG Chemnitz beschlossene Sanierung.
  4. Er handelte wider die Beschlüsse seines eigenen Kreditausschusses und Vorstandes (s. Protokoll vom 22.08.00)
  5. Er beweist mit dieser Handlungsweise, daß er "Netzel-Baugeld" benutzte, um das Geschäftskonto nicht zu belasten!

Damit fuhr er endgültig und unwiderruflich die HMK Gruppe gegen die Wand! Und unter diesem Aspekt ist auch die zweite Strafanzeige besser zu verstehen.

Hoffen wir, daß dieses Affentheater bald ein Ende finden und die Gerechtigkeit obsiegen wird. In diesem Sinne

Heribert Kempen


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