
Umdenken beim "Wochenblatt" ???
Bohrende Fragen zum Hegau-TowerZur Dauerdiskussion um den Bau des Hegau-Towers wird uns geschrieben: Nach Andreas Renners
Abgang müsste man eigentlich erwarten können, dass nun wieder eine ehrliche,
kommunale Berichterstattung möglich ist. Bei einem Projekt mit über 20 Millionen
Euro Baukosten - was die Bürger ja indirekt bezahlen müssen - ist das Hin und Her
um die angebliche Finanzierung für jene Bürger, die wissen was Sache ist, nicht
mehr nachvollziehbar. Ganz abgesehen davon, dass der Bau und die Vermarktung des Hegau-Towers
wirtschaftlich und kaufmännisch eine "Totgeburt" sind, stellt sich die
Frage schon lange nicht mehr, ob gebaut wird oder nicht. Ist es nicht so, dass ein
"hochpolitischer" im Untergrund geführter Rechtsstreit [Hervorhebung: S.W.]
Ursache dafür ist, dass die SPK-Bankenaufsicht Kreditsperre für kommunale Singener
GmbH's verhängt hat? Muss bzw. will man deswegen auf eine "Bauherren GmbH" mit
privater Beteiligung ausweichen? Wollte man deshalb - schnell noch - am 21. Juni dieses
Vorhaben beschließen, weil am 1. Juli die Gewährträgerhaftung der Bürger
erlischt, und danach nach Basel II finanziert werden muss? Wenn man alle diese Fragen mit
"ja" beantwortet, wäre man voll bei der Wahrheit. Übrigens:
Die Entlassungen bei ALCAN zeugen erneut davon, dass es Entscheidungsträger im Ausland
nicht kümmert, ob hier in Singen Jobs verloren gehen. Wäre es für die
Arbeitsplätze nicht besser gewesen, man hätte z.B. in der Baubranche, wo man vor Ort
Einfluss nehmen kann, Wettbewerb zugelassen? [Hervorhebung: S.W.] Statt dessen
baute man meist "widerrechtlich" kommunal, stürzte private Bauträger
gezielt in den Konkurs und würgt so Handwerk und Einzelhandel mehr und mehr ab.
Dies ist leider die bittere Wahrheit in Singen.
© Singener Wochenblatt GmbH + Co. und HJF Kontakt 2001
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