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Von:   Heribert Kempen
An:   redaktion@wochenblatt.net
Cc:   singen@euro-3.de
Gesendet: Montag, 28. Juni 2004 08:24
Betreff: Prozesse Sparkasse Singen gegen Kempen u.a.

Sehr geehrter Herr Lichtwald,

in Ihrer Berichterstattung "Sparkasse unter Druck" haben Sie wieder den Sachverhalt verzerrt und sachlich falsch wiedergegeben.

Zur Vermeidung weiterer und eventuell zukünftiger - falscher - Berichterstattungen, lege ich Ihnen jetzt alle Beweise (in Kopie und per Abdruck) anbei ! Die Orginale sind heute alle zum Gericht gegangen !

Da diese Beweise sämtlich nicht aus meiner Feder stammen, sondern in Form von Eidesstattlichen Versicherungen abgegeben wurden (sogar mehrfach von Organen der Rechtspflege), können Sie getrost von der Richtigkeit des Inhalts ausgehen. Diese EV's wären nicht notwendig geworden, wenn das Gericht am 09.06.04 nach den terminierten Zeugenladungen den Ablauf der Verhandlung nicht verändert hätte...

Die Zeugen waren alle zum Termin präsent gestellt und wollten ihre Aussage persönlich vor dem Gericht abgeben.

Nun muß das Gericht diese Aussagen (Beweise) zur Kenntnis nehmen.

Grundsätzlich ist Ihre Aussage in zwei Punkten falsch:

Kempen war zu allem in 2000 gegenüber der Sparkasse bereit:

  1. Die von mir beantragte Insolvenz der HMK Sanierungsbau (erste Baugesellschaft) wurde ausschließlich durch den Insolvenzverwalter geführt. Ich konnte folglich nichts versprechen! Die Beschlußfassung der Sanierung der HMK Gruppe wurde erstmals am 9.08.00 im AG Chemnitz, im Rahmen der dort stattfindenden Gläubigerversammlung - unter Federführung der hiesigen SPK - gefasst.

    D.h., die Gläubiger der HMK Sanierungsbau - im wesentlichen SpK Singen - legten fest, wie es weiter gehen sollte, nicht der Unterzeichner ! Damit liegt auf der Hand, dass vor diesem Datum keinerlei Absprachen getroffen werden konnten ...

    Am 17.08.00 (acht Tage nach der Gläubigerversammlung) wurde eine Absprache mit Herrn Heinzelmann getroffen, welche am 22.08.00 mit 7(!) Unterschriften des Vorstandes einstimmig genehmigt wurde !!!

    Glauben Sie denn wirklich, dass der Vorstand angeblich vorhandene (mündliche) Absprachen nunmehr ins Gegenteil umkehrte ? Es wurden am 22.08.00 Kredite und Bürgschaften von mehr als 1 Mio DM bewilligt - Dieser qualifizierte SPK Sanierungsbeschluß verbot der SpK sogar eine vorzeitige Kündigung oder eine Rückzahlung der Kredite........!!!

  2. Thema: Privathaus in Gailingen
    Der Unterzeichner war noch nie Eigentümer des Anwesens, sondern seine Frau. Für ihn ist lediglich ein Nießbrauchsrecht (lebenslange Nutzung) in Abt. II des Grundbuches eingetragen worden ! Das Grundstück wurde im Juli 1996 erworben, das dort bereits bestehende Haus wurde im September 97 abgerissen und nach sieben monatiger Bauzeit war das heutige Gebäude bezugsfertig ! Investiert wurden insgesammt 3,5 Mio DM (Schauen Sie sich das Haus an!), beliehen wurde das Haus mit 1,2 Mio DM. Zur Sicherheit und Tilgung waren zwei angesparte Bausparverträge im gesammt Wert von 720 TDM hinterlegt. Weiterhin gab ein Hinterlegungskonto in Höhe von 685 TDM, woraus 500 TDM zur Tilgung eingesetzt werden sollten.

    Das Haus war folglich lediglich mit ca. 300 TDM nominal beliehen. Da Mieteinnahmen für die Büroräume eingenommen wurden, war die Beleihung aus rein steuerlichen Gründen vorgenommen worden. Die Zinszuflüsse sollten im privaten Bereich verbleiben.

    Die Eheleute Kempen und die HMK Gruppe waren fast 10 Jahre in angenehmer Geschäftsverbindung mit der SpK Singen. Der Kreditbeschluß vom 22.08.00 endet mit dem handschriftlichen Vermerk, des damaligen Kreditvorstandes Hern Manfred Bühl:

    "Die gestellten Anträge sind alle sinnvoll, und sollen dazu beitragen, dass die bereits begonnene Sanierung ohne weitere Schwierigkeiten von statten geht."
    (Deutlicher konnte sich der Vorstand nicht hinter die Unternehmerfamilie stellen ...)
Zur Hygiene:

Wo liegt denn wirklich das Motiv ?

Der Vorstand erteilt am 22.08.00 sein O.K. zu weiteren Krediten, aber am 23.10.00 werden unerlaubt die Netzelgelder erstmals umgebucht, die Kredite zurückgefahren, die Firmen ausgehöhlt und am 12.01.01 alle Konten aller HMK Firmen und der Gesellschafter geschlossen. Die hinterlegten Depots, und angesparten Bausparverträge der Gesellschafter eingezogen und "zu Geld" gemacht....

Wer gab dazu den Auftrag? Darüber gibt es keinen Vorstandsbeschluß......

    Damit Sie sich nun selbst von den Betrügereien überzeugen können, lege ich Ihnen folgende Unterlagen im Anhang anbei :

  1. Offizelles Vernehmungsprotokoll des LG Konstanz mit den Aussagen Heinzelmann und des Unterzeichners
  2.  

  3. Eidestattliche Versicherung des RA Dr. jur. Phillipp Neumann - der unter Eid bestätigt - das Heinzelmann vom Unterzeichner nachträglich im August 2001 für seine ungenehmigten Umbuchungen im Zeitraum Oktober - Dezember 2000 (Netzel - Gelder) eine Genehmigung erhalten wollte !!!!
  4.  

  5. Eidesstattliche Versicherung des RA Dr. jur. Richard Althoff - der ebenfalls bestätigt - dass die HMK keinerlei Zustimmung zur Umbuchung gab.
  6.  

  7. Eidesstattliche Versicherung des ehemaligen Prokuristen der HMK, Herr Volker Böhme, der dies ebenfalls bestätigt....
  8.  

  9. Eidestattliche Versicherung des Prozeßgegners und ehem. Kunden, Herrn Andreas Netzel, der bestätigt, dass Heinzelmann
    1. den ehemaligen Anwalt Netzels, Herrn RA Haid zu einem "Komplott gegen Kempen" aufforderte,
    2. bei dem Banker der Voba Chemnitz, Herrn Neidl zu einer Falschaussage lancieren wollte, weil sein "Kopf" auf dem Spiele stand. (Warum tat er das wohl....?)


  10. Oberste Rechtsprechung zum Bankenrecht>>>

Sehr geehrter Herr Lichtwald, Sie können sich nun selber die Frage stellen, war Heinzelmann der alleinige Täter - oder für wen - bzw. in wessen Auftrag - machte er dies? Am 25.10.00 schrieb mir Heinzelmann noch

"... wir sind mit dem gezeigten Verhalten Ihrerseits im Großen und Ganzen sehr zufrieden...."

Wenn er dies wirklich allein machte - wo war denn die interne Kontrolle ? Warum schritt OB Renner als Vorsitzender des Verwaltungsrates nicht ein - weil ich doch exakt in meinen Briefen an die Stadträte genau dieses Handeln angeprangert habe ....
OB Renner ließ sie verschwinden mit der Begründung, "es handele sich um eine Schmähschrift".....

Die Konstanzer StA hat bis heute nicht mal Herrn RA Neumann vernommen... Das ist der Skandal !!!
Der Steuerzahler und die Gewährsträger sind die Dummen - weil die Aufsichten aus politischen Gründen versagt haben... Denken Sie an die Zeugenvernehmung Heinzelmann:
Es gab keine schriftliche Bestatigung zur Umbuchung der Netzel - Gelder .... Dies hat aber der Verwaltungsrat und Stadtrat Johann vollmundig behauptet... Ich könnte Ihnen noch mehr berichten - dies erspare ich mir an der jetzigen Stelle.

Sollten Sie zu einer ernsthaften Berichterstattung bereit sein, stehe ich Ihnen mit allen Unterlagen gerne zur Verfügung.

Die Veröffentlichung aller schriftlichen Beweismittel werde ich in der nächste Woche auf der Homepage machen, um der Justiz nicht zuvor zu kommen....

Mit freundlichen Grüßen

Heribert Kempen



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