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Heribert G. Kempen
Weinbergstr. 15, 78262 Gailingen a.H.

Geschäftsführender Gesellschafter der HMK Gruppe

Tel. / Fax : 07734 - 932931 / 33
Funk-Tel. 0171-52 88 529

HMK10@t-online.de

Gailingen, 26.02.04

 

Landratsamt Konstanz

Pressestelle

Herr Roggendorf

- pers. Referent des Landrates -

Benediktinerplatz 1

78467 Konstanz

per Telefax : 07531-800 302

 

 

 

Anfrage der TV Produktion Burkart

Ihr Schreiben vom gestrigen Abend

 

Sehr geehrter Herr Roggendorf,

Bitte entschuldigen Sie, wenn Sie wegen unserem Schicksal zusätzlichen Aufwand haben. Der Skandal ist so unglaublich, und die Dimension des exorbitanten Schadens ist so hoch, dass man sich fragt: Wie kriminell darf man heute sein, bis einem das Handwerk gelegt wird?

Im Jahre 2000 meldete ich eine Gesellschaft der HMK Gruppe per Eigenantrag in Insolvenz, weil durch vertragswidriges Handeln der Stadt Penig bei der Abwicklung von einem Grundstückskaufvertrag, diese Gesellschaft „ausblutete“.

In dieser Gesellschaft steckten auf konzerneigenen Grundstücken angefangene Bauleistungen im Werte von 5,7 Mio. DM. Dies war der Grund für eine übertragende Sanierung auf eine Auffanggesellschaft. Die Sparkasse Singen-Radolfzell stimmte diesem Plan in der Gläubigerversammlung ausdrücklich zu. (Sie hatte die meisten Stimmrechte)

Der Leiter der Rechtsabteilung der SpK, ein Rechtsanwalt Heinzelmann, machte selbst am 17.08.00 eine Vorlage für den Kreditausschuß, welche einstimmig am 22.08.00 mit 7(!) Unterschriften genehmigt wurde. Der damalige Kreditvorstand Bühl schreibt sogar handschriftlich darunter: "Der Beschluß ist sinnvoll ... es ist alles zu tun, um Störungen in der Sanierungsphase zu vermeiden".

Die SPK hatte Bürgschaften und Kredite im Werte von 1.125 Mio DM genehmigt.

Heinzelmann legte aber diesen Beschluß nicht offen, sondern leugnete die Kreditvergaben mir gegenüber, stellte die Kredite nicht zur Verfügung und buchte zweckgebundene Kundengelder von einem extra eingerichteten Bauträgerkonto zur Befriedigung des SPK Saldos um, und schloß die Konten – privat und geschäftlich – mit nachweislich (schriftlich) getäuschter Begründung.

Als er merkte, dass es eng werden könnte, verlangte er vor einem für uns tätigen Anwalt die nachträgliche Genehmigung seiner ungenehmigten Umbuchungen der Kundengelder. Natürlich habe ich das verwehrt. Dann kam natürlich die Kreditkündigung....

Als einer meiner Kunden seine angezahlten Baugelder, die unter dem Schutz der MaBV und des GSB standen, von der SpK zurück fordert und von dieser belogen wird, stellte der Kunde Strafantrag wegen Untreue. Die StA Konstanz ließ die SpK durchsuchen...

Unter dem Druck der Durchsuchung legte die SpK nun die tragenden Beschlüsse offen – sogar handschriftliche Aufzeichnungen, aus denen die faktische Geschäftsführung meiner Firma durch die SpK hervorgeht, und behauptet in insgesamt 6 (!) Zivilverfahren vor dem Amts- bzw. Landgericht, dass sie diese Handlungen auf Grund einer verbindlichen mündlichen Absprache mit dem Unterzeichner gemacht habe. Sie benennt u.a. den Mitarbeiter Heinzelmann und einen über das AG Chemnitz bestellten Insolvenzverwalter als Zeugen.

Dieser über das Gericht bestellte Insolvenzverwalter, Herr Rechtsanwalt Mathern, wird, weil die StA in unseren Augen nicht tiefgründig genug ermittelt (kein Wunder – man kennt sich ja), von meinen Anwälten mit den Fakten konfrontiert, auf Grund derer die angebliche Vereinbarung zu Stande gekommen sein soll. Weil allein die Tat- und Sachstände zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden waren, wie sie von der SpK vor Gericht vorgetragen wurden, machte der Insolvenzverwalter eine schriftliche Erklärung über das nach seinen Notizen geführte Gespräch.

Er stellte klar, dass es so eine Vereinbarung nicht gegeben haben konnte!

Mein damaliger ebenfalls anwesender Prokurist legte darüber ebenfalls eine eidesstattliche Versicherung ab!

Damit sind nicht nur die Prozeßbetrügereien der SPK aufgeflogen, sondern der Sanierungsbetrug zum Nachteil der anderen Gläubiger, die Veruntreuung zum Nachteil des Kunden Netzel sowie unsere Existenzvernichtung !

Der Jurist Heinzelmann von der SpK glänzte nun auch noch dadurch, dass er persönlich den Anwalt des Kunden Netzel, Herrn RA Haid anrief und diesen aufforderte, sich einem Komplott gegen den Unterzeichner anzuschließen!

Dieser Anwalt Haid schilderte exakt diesen Sachverhalt im persönlichen Gespräch vor Zeugen, so u.a. dem OB Dr. Schmidt / Radolfzell in der Eigenschaft als Vize- Verwaltungsratsvorsitzender. ...

OB Renner und OB Schmidt lassen in den Poststellen der jeweiligen Rathäuser persönlich adressierte Schreiben an die Stadträte verschwinden, damit der Skandal unter der Decke bleibt....

Eingeschaltete Vermittler meinerseits werden von der SPK verhöhnt und auf den Rechtsweg verwiesen... (Getreu dem Motto: Man kennt sich ja!)

Das ist der Hintergrund, vor dem meine Familie zum Sozialhilfeempfänger wurde!

Beigefügte Einkommensbescheinigung nur als Anhaltspunkt wie unsere Geschäftsführergehälter aussahen. Die bestätigende WP Gesellschaft testierte meiner Frau und mir in 99 ein erhebliches zweistelliges Mio.-DM-Vermögen, welches nun zerstört ist.

Wir wurden durch diesen Skandal krank, was Ihnen der in Ihrem Hause tätige Amtsarzt Dr. Hess bestätigen kann. Jetzt ist auch noch die Familie mit einem vierjährigen Sohn zerbrochen...

Da alle vernünftigen Versuche zu einer gütlichen Einigung scheiterten, obendrein auch noch versucht wird unsere Villa durch die SPK zu versteigern zu lassen, hat sich eine Medienagentur dieses Skandals angenommen, um dieses Handeln aller Beteiligten aufzudecken.

Ich bitte daher um Ihr Verständnis.

Beigefügt Ihre unterschriebene Erklärung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Heribert Kempen


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