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Kinder, wie die Zeit vergeht!

Ein Jahr ist es nun mittlerweile her, daß wir diese Internetseite aus der Taufe gehoben haben. Mir kommt es fast vor wie eine Ewigkeit. Es begann seinerzeit als Unterdomain auf meiner eigenen Homepage, die mehr oder weniger nur so zum Spielen und Basteln angelegt war, und um auszuprobieren, ob und wie html im Internet aussieht. Ich selbst habe erst in 2002 damit begonnen, mich mit dieser Sprache zu beschäftigen, und so bin ich eigentlich immer noch am Studieren, wie man dieses oder jenes noch verändern oder besser machen könnte.

Herrn Kempen habe ich erst Ende 2002 durch einen gemeinsamen Bekannten kennen gelernt, der - ähnlich wie Kempen - mit den Spitzen des Landkreises Mittweida im Clinch lag. Es begann mit sporadischen Telefonaten, dann kamen massenhaft e-Mails, die die Speicherkapazität meines Postfaches langsam zu sprengen drohten (so an die 300 an der Zahl). Daraufhin machte ich dem Gailinger Unternehmer den Vorschlag mit der eigenen Internetseite, damit nicht jeder, der sich einen Überblick verschaffen will, erst 1.000 Seiten Mails studieren muß.

Wir hatten seinerzeit drei Prämissen gesetzt:

  • Einfach soll es sein,
  • informativ muß es sein,

  • und
  • kosten darf es nix!

Damit es einfach wird, habe ich bewußt auf die Verwendung von frame-Technik verzichtet und arbeite - bis auf wenige Ausnahmen - nur mit Tabellen, weil ich mir einbilde, daß die schneller geladen werden. Mit Sicherheit gibt es wesentlich nettere Varianten, das Layout zu gestalten, wir haben aber Inhalt über die Form gestellt und denken, daß das so auch geht, ohne viel Spielerei drumrum.

Ab Juli 2003 hatten wir WebSpace bei www.8ung.at, auf den wir eine .de.vu-Adresse geschaltet hatten. Das hat zum Anfang auch ganz gut hingehauen. Wir hatten per September vergangenen Jahres rund 600 Besucher auf unserer Seite, wobei ein nicht unerheblicher Anteil von uns selbst gekommen ist, weil man ja neugierig war, ob sich überhaupt jemand hierher verirren würde.

Die Bezeichnung "skandale-in-sachsen" ist von Herrn Kempen gewählt worden, weil wir anfangs davon ausgingen, daß allein die wenig unternehmerfreundliche sächsische Lokal- und Landespolitik Auslöser für die Kempen-Misere gewesen sei. Nach dem Verfahren vor dem Landgericht in Chemnitz am 05. August 2003 wurde dann deutlich, daß die Sachsen zwar unübersehbar Ursachen für den Konzern-Crash gelegt haben, das endgültige Aus hat aber die Sparkasse Singen-Radolfzell, und daselbst der Star-Banker Heinzelmann besiegelt, indem in dilettantischer Weise Buchungs-vorgänge zelebriert worden sind, die einen gestandenen Buchhalter reineweg um den Verstand bringen könnten.

Mittlerweile waren auch andere "Opfer" auf unsere Seite aufmerksam geworden und haben uns noch die Domain-Namen

  • www.spar-dir-die-kasse.de und
  • www.spardirdiekasse.de

  • dazugesponsert. Kempen hat momentan noch so um die 15 Fälle von Opfern auf Lager, die ein ähnliches Schicksal erlitten hatten, wie er selber. Einiges ist schon am 18 März 2004 zur Sprache gekommen, andere werden zu gegebener Zeit auf diesen Seiten abgehandelt werden.

    Der Platz, den wir zur Verfügung hatten, reichte allmählich nicht mehr aus, und so haben wir uns entschieden, ein paar Cents locker zu machen und haben eine Domain bei COM & KOM geordert, die wir - dankenswerterweise - heute noch innehaben. Ende September sind wir dorthin "umgezogen" und haben seit 02.10.2003 6.500 Zugriffe gehabt, davon die Wenigsten von uns selbst. Der counter ist - ebenfalls kostenlos - von weblist.de und umfaßt eine ausgefeilte Zugriffsanalyse, die wir aber lieber nicht öffentlich zugänglich machen wollen. Diese besagt, daß täglich zwischen 30 und 40 Zugriffe sind, die höchste Zahl war 100 am Tag, die niedrigste 8. Unsere Besucher kommen u.a. aus Deutschland (klaro!), Amerika/USA, 1 x im Monat aus Israel, Rumänien und monatlich Stücker 12...20 aus der Schweiz.

    Das Gesamtprojekt umfaßt mittlerweile 654 Dateien mit insgesamt 16,45 MB Volumen. Wollten Sie alle Seiten durchlesen (auch meine verkorksten Kommentare) bräuchten Sie bei einer Lesegeschwindigkeit von 1 Minute pro A4-Seite etwa 30 Stunden - aber: Wer macht sowas schon? Ich gebe es an dieser Stelle ruhig mal zu: Es gab Tage, da bin ich an der Masse an Information schier verzweifelt und habe manchmal noch im Traum Quelltext geschrieben!

    Zu Beginn hatten wir auch ein Gästebuch, aber als einige Zuschriften darin waren, die nicht in unsere Denkrichtung paßten, weil wir nunmal nichts für den Gefreiten aus Österreich übrig haben, sahen wir uns gezwungen, dasselbe zu sperren. Wir denken, daß unsere verehrten Besucher dafür Verständnis haben. Es hat - um dies hier klar zu stellen - nichts mit dem unbekannten Schüler aus Gailingen oder anderen anonymen Schreibern zu tun.

    Abschließend möchte ich nochmals meinen Unwillen darüber zum Ausdruck bringen, daß es in dieser Angelegenheit zu solch extremen Situationen erst hat kommen müssen, sowie auch meine Zuversicht, daß wir alle gemeinsam es schaffen werden, dem Recht - entgegen aller Unkenrufe aus dem schwäbischen Blätterwald - zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

    Siegfried Wilhelm