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----- Leicht modifiziert und an Hypertext angepaßt (d.R. 22.11.03) -----

Von: Heribert Kempen
An: kammern.baden-wuerttember@bruessel.dihk.de
Gesendet: Mittwoch, 19. November 2003 21:00
Betreff: Re: Ihre Hompage

Hallo Herr Glockauer,

ich ahne zu wissen, was Sie, sehr geehrter Herr Glockauer, bewegt. Verstehen Sie meine Situation? Es wurde in sittenwidriger, rechtsbeugender Weise, meine Existenz zerschlagen, unter Mitwirkung der Ermittlungsbehörden, der Rechtsaufsichten und der Justiz.

Eine IHK - wie die Konstanzer - kann und darf nicht, wenn eindeutig durch das Gesetz geregelt, zusehen, wie ein öffentlich/rechtliches Geldinstitut Kundengelder veruntreut und gegen Schutzgesetze verstößt.

Auch wenn beide Kontrahenten Mitglieder sind, gelten immer noch die Gesetze (für jeden)! Durch Nichteinschreiten - bei offensichtlichem Fehlverhalten eines der Kontrahenten - ist schon das Schweigen der Kammer eindeutig - die parteiische Begünstigung. Deswegen meine Veröffentlichung!

Ihr privates Engagement in allen Ehren, was ich menschlich bei Ihnen sehr schätze - aber wie steht denn jetzt Ihr Präsident da? Ich kann mich gut an Zeiten erinnern, da ist der Ausbildungsberater der IHK Konstanz, Herr Elmar Häusler, hinter mir hergerannt, um mich zu bewegen - wie auch in Sachsen - Ausbildungsplätze in Gailingen a.H. zur Verfügung zu stellen . Gleichsam wollte er, dass ich auf Grund meiner früheren Tätigkeit, Ausbildung und Erfahrung, Seminare in Ihrem Hause geben sollte, die kommunalen und gewerblichen Erschließungsträgern - wie auch Banken, Bauträgern etc. Impulse geben sollten. Wie soll dieser Dissenz erklärt werden?

Ich werde von einigen Richtern an LG Konstanz nachweislich denunziert und diffamiert. Man reitet sich immer tiefer herein, und weiß später (in absehbarer Zeit) nicht mehr, wie man heraus kommen soll. Die daraus resultierenden Peinlichkeiten bei Justiz und Politik werden immer größer. Mir scheint, es kommt zum Desaster...

Denken Sie mal nach: Was passiert, wenn auch noch in anderen Bundesländern, in den gleichen Angelegenheiten (s. Verhalten der sächsischen Behörden und SK Singen) Parallelverfahren laufen? Es gibt dort auch sogenannte Schwerpunktstaatsanwaltschaften, die sich der Korruption / Wirtschaftskriminalität verschrieben haben ...

Wäre es nicht an der Zeit, "die Notbremse zu ziehen"? Der gesundheitliche Schaden, der - wie bei meiner Familie auch - nun sogar organisch manifestiert ist, nehmen diese Täter doch billigend in Kauf.

Was habe ich getan? Ich habe als politisch interessiertes Mitglied dieser Gesellschaft, beim Ausbau Ost tatkräftig mitgeholfen, sehr viel Geld investiert, 170 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen und der Bevölkerung von Penig/Sa. dringend notwendigen Wohnraum und Infrastruktur geschaffen.

Die Tatsache, dass ich zum größten Bauunternehmer und privaten Immobilienbesitzer dieser Stadt / Landkreis wurde, spricht für Kontinuität und nicht für schnelles "Abzocken". Selbst das Kreditvotum der SK Singen vom 22.08.00 nach der ersten (überstandenen) Insolvenz spricht doch Bände...

Da sich aber - ausweislich des Geschäftsberichtes der SK Singen - die Marktpolitik im Hause der Sparkasse Singen, auf Grund der Unfähigkeit des jetzt agierenden Vorstandes geändert hat, legte man den berühmten "Hebel" um!

Stellen Sie sich mal vor: Sie besitzen 220 Mio. € und legen diese nur mit 5% an, dann machen Sie - ohne jegliches Risiko - jährlich 11 Mio EUR Gewinn. Die SK Singen schafft unter Zuhilfenahme von fast 500 Mitarbeitern nicht mal einen Gewinn aus dem operativen Geschäft...

Dies sind die politischen Fehler im Landkreis Konstanz! Ich beneide Sie, sehr geehrter Herr Glockauer, nicht um Ihren Job... Ich verstehe auch sehr gut, warum Sie nach 9 Jahren Richteramt den "Bettel" hingeschmissen haben... Kommen Sie jetzt vom Regen in die Traufe?

Um mein verlorenes Vermögen - bitte sehen Sie es mir nach - muß ich kämpfen. Die Gegenseite stellt sich "gottlob" dumm an, und macht es mir dadurch leichter. Sie hat mir eines voraus: Die geliehene Macht ...

Macht und Dummheit komunizieren aber nicht miteinander. Dies hat uns die Geschichte immer wieder gelehrt. Zunächst muß ich alle öffentlichen Institutionen - die in diesen Verfahren involviert sind - mit ihren eigenen Fehlern entlarven, schon zu meiner Sicherheit und Dokumentation. Danach kommt die Intelligenz und der Wille. Es überrascht mich immer wieder selber, wieviele Menschen ihre Hilfe anbieten und besonders auch meine früheren Geschäftspartner, Mitarbeiter und Freunde, die sich immer wieder anbieten. Und das nach vierjährigem Kampf!

Die Gangart wird härter. Die Beweislage ist nun erdrückend. Es melden sich immer mehr Geschädigte aus beiden Lagern. Die Parallelen sind einfach nicht zu übersehen... Es ist schon niederträchtig wie vereinzelte Machtbesessene vorgehen...

Ich war über den Satz des sächsischen parlamentarischen Geschäftsführers der CDU im Landtag, Klaus Leroff erschüttert, als er erklärte:

"Was schert uns die Verfassung - wir haben doch die Mehrheit!"

Der politisch verdorbene Staat hält sich nicht mehr an die eigene Verfassung! Das ist die erschreckende Erkenntnis - gegen die ich mich innerlich lange gewehrt habe - von der ich heute allerdings überzeugt bin!

Da trägt aber die Justiz einen Großteil Mitschuld mit dran. Raffgierige Politiker hat es immer schon gegeben - wie in der allgemeinen Geschäftswelt auch - da gibt es probate Mittel, die der Markt selbst regelt. Wenn aber sich die Justiz selbst aufgibt und sich korrumpieren läßt, dann ist die ganze Gesellschaft verraten und verkauft. Habe ich zehn Jahre meines Berufs u. Privatlebens - mit viel privatem Verzicht - zum Aufbau der HMK Gruppe mit all ihren Belangen, möglicherweise einer kleinen machtgeilen Politiker- und Richterbande geopfert?

Bitte glauben Sie einem ehemaligen Jesuitenschüler: Ich habe noch nie aufgegeben! Das ist ein Versprechen! Denken Sie an unsere ersten Telefonate, es konnte anders laufen, jedoch man wollte es nicht. Jetzt kommt das, was sich einige Herren im Leben nicht haben träumen lassen. Manche Karriere wird noch kurz vor der Pensionierung eine "Bauchlandung" erleiden. Ich kann es jetzt nicht mehr ändern...

Lieber Herr Glockauer, betrachten Sie meine Ausführungen als ganz privates Schreiben und nicht offiziell. Ich werde es nicht veröffentlichen. Ich habe Ihr Schreiben verstanden.

Ich wünsche Ihnen noch ein paar erfolgreiche Tage in Brüssel, nehmen Sie nicht zuviel zu, es gibt dort herrliche Restaurants (besonders die ital./ franz. Küche) und wunderschöne Ausflugsziele und ein interessantes Publikum - besonders die unterschiedlichen Stadtteile. (ich war beruflich fast zwei Jahre in Antwerpen)

Herzliche Grüße nach Brüssel

Ihr Heribert G. Kempen


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