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Artikel vom 03.11.2004 mit Kommentar Ergänzender Kommentar v. 04.11.2004 Fakten, Fakten, Fakten... zum Original

mini  Mittwoch, den 10. November 2004

Bemerkenswert ist . . .


 . . . dass am Donnerstag dieser Woche in Singen wichtige Weichen für die künftige Müllentsorgung gestellt werden. Planungsrechtlich soll der Gleisanschluß für das Kompostwerk des Landkreises auf den Weg gebracht werden. Damit wird eine unendliche Diskussion zum positiven Ende gebracht. Bereits beim Bau des Kompostwerks vor über 20 Jahren spielte die Anschlussmöglichkeit eine große Rolle. Jetzt soll es realisiert werden. Der Biomüll würde wie der Restmüll dann auf dem gleichen Weg angeliefert. Und der Restmüll geht dann von Singen aus per Schiene nach Weinfelden. Hinter diesem Konzept steht auch der Steißlinger Bürgermeister und Fraktionschef der Freien Wähler im Kreistag Artur Ostermaier. Müll werde es immer geben, die Trennung müsse aber bleiben. Biomüll gehöre in den Kreislauf zurück, vor allem gehe es hier auch um ökologisches Verständnis, das beim Bürger gestärkt worden sei. Die Gemeinden, die nicht selbst den Müll abfahren würden, hätten dafür ihre Firma, womit das Thema erledigt sei. Anders sei die Lage für die Städte Konstanz, Singen und den Müllabfuhrzweckverband mit Sitz in Rielasingen. Sie müssten jetzt in neue Fahrzeuge investieren und bräuchten dafür einen Horizont für etwa 15 Jahre. Die Sicherheit, keinen Systemwechsel vorzunehmen, bräuchten die Städte aber.

. . . dass FDP-Bundestagsabgeordnete Birgit Homburger da ganz anders denkt. Die technologische Entwicklung mache eine Trennung von Restmüll und Gelbem Sack unsinnig. Die Maschinen könnten besser als jeder Haushalt trennen, sagt die umweltpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag. Zudem werde die Zusammensetzung des Mülls aus dem Gelben Sack und der Grauen Tonne immer ähnlicher. Aber wie sieht dann die Zukunft des Grünen Punkts aus? Was in den 90er Jahren richtig gewesen sein mag, müsse es heute nicht mehr sein, sagt die Abgeordnete. Die FDP wolle die Bürger finanziell entlasten und private Anbieter Wertstoffe und Restmüll gemeinsam einsammeln lassen. Nur mehrheitsfähig ist die FDP damit bisher nicht. . . . dass die beiden Bundestagskandidaten aus dem Kreis Konstanz eines gemeinsam haben: Sie sind über ihre Wahrnehmung in der lokalen Presse unzufrieden. Birgit Homburger sagte es letzte Woche klipp und klar: Sie sei so oft es gehe im Wahlkreis präsent und dabei, wenn es in Gailingen das Dorffest gebe oder Kirchweih in Hilzingen, doch geschrieben stehe dies nirgends. Ich habe ihr entgegengehalten, wir lebten ja auch nicht mehr in den 50er Jahren, wo Anwesenheitslisten oft ganze Artikel ersetzten. Sie ist nun einmal FDP-Landesvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag. Das ist eine Menge Arbeit ohne Frage. Und dann räumt Birgit Homburger nachdenklich ein: "l;Wir sind halt in der Opposition und nicht mehr so nah an Informationen dran."l; Und neue Themen sind halt selten: Kloten, Benken, die Schweizer Landnahme und zurück. Hans-Peter Repnik hat sich der Postversorgung auf dem Lande verschrieben. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass auf dem Singener Hauptpostamt am Sonntag um 11 Uhr die letzte Post weggeht .

. . . . . dass es viele unendliche Geschichten gibt. Eine ist der Fall Heribert Kempen. Letzte Woche meldeten wir, dass seine Klage gegen die Singener Sparkasse von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden sei. Ich wagte festzustellen, dass Kempen damit auf der ganzen Linie in diesem Komplex
verloren habe. Das sieht er völlig anders: Alle Verfahren seien noch offen.
Er habe Widerspruch eingelegt oder Befangenheitsanträge gestellt. Der große Knall komme schon noch. Warten wir also darauf - und schweigen bis dahin.

. . . dass am Sonntag für die Singener Verkehrsampeln ein Werktag sein sollte. Schließlich kommt mit dem Martini-Markt und dem verkaufsoffenen Sonntag in der City und im Süden eine Menge Pendlerverkehr auf die Nadelöhre zu. Die Ampelregelung war vom Stadtmarketing beantragt worden, doch dann waren doch wieder alle reklamierten Ampeln aus. Geschäftsführerin Claudia Kessler-Franzen reagierte sofort und schaffte es, dass ein Spezialist von Stuttgart nach Singen eilte, um die Ampeln neu zu schalten. Das klappte dann auch, womit mancher Verkehrsstau aufgelöst werden konnte. Die richtige Schaltung der Ampeln sei am Donnerstag programmiert worden, klappte dann aber aus technischen Gründen nicht. Beeindruckend ist schon, wie verschiedene Dinge in Singen auf dem kurzen Dienstweg erledigt werden können. Da wird Oberbürgermeister Andreas Renner am letzten Urlaubstag sofort erreicht und Entscheidungen herbeigeführt. Das ist Dienstleistungsverständnis pur.

Hans Paul Lichtwald

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Kurzer Hinweis an die LeserInnen des "Wochenblatts":

Erstens: Es ist gut, daß es das "Wochenblatt" und den Herrn Lichtwald gibt. ...

Zweitens: Gut ist auch, daß Herr Lichtwald seine Leserschaft über das Schreiben des Herrn Kempen informiert. Schade nur, daß er auf seinem irrigen Standpunkt beharrt... Er kann halt nicht kapieren, daß man gegen ein Urteil, das noch nicht gefällt worden ist, auch keinen Widerspruch einlegen kann!

Drittens: Hinweis an Herrn Lichtwald:
Wenn Sie schon halbherzig berichten, dann wollen Sie doch bitte Ihre eigenen Festlegungen beachten. Seien Sie nett zu Ihren LeserInnen und