SIEGFRIED WILHELM
Dipl.-Sprachmittler Russisch-Französisch

Graupzig Nr. 26
01623 Leuben-Schleinitz

Tel./Fax:   (+49)35246/5 17 54
e-Mail: wilhelm.graupzig@web.de
URL: wilhelm-graupzig.de.vu

 

Herrn RA

Jens Wündisch

Untere Aktienstraße 7

09111 CHEMNITZ

 


 

Ihre Nachricht vom: Ihre Zeichen: Telefon, Name: Datum:
      10.01.04

 

 

O f f e n e r   B r i e f

 

Homepage www.skandale-in-sachsen.de

 

 

Sehr geehrter Herr Wündisch,

 

zunächst danke ich Ihnen für das indirekt mir ausgesprochene Lob. Und damit Ihr Einwurf bei Gericht auch auf Tatsachen beruht, habe ich selbstverständlich keine Sekunde gezögert und diesen in die Tat umgesetzt.

Eigentlich ist es doch ganz toll, daß Sie die modernen Medien nutzen, um Ihren Kenntnisstand auf dem Laufenden zu halten. Das vereinfacht die Sache doch um einiges. Schön wäre es allerdings noch, wenn Sie es in den Griff kriegen könnten, dabei konsequent zu sein und die gewonnene Information für Ihre Zwecke sinnvoll zu nutzen:

Herr Dr. med. Psczolla hat Herrn Kempen eindeutig attestiert, daß jedwede Aufregung sein sicheres Aus bedeuten könnte. Freilich, für Sie als Juristen ist das ohne Bedeutung. Sie handeln ja eigentlich nur im Auftrag, fragt sich nur, wessen. Würden Sie in dessen Ihres Klienten handeln, so müßten Sie alles daran setzen, daß dieser zu seinem Gelde kommt. Das kriegt er aber nicht, wenn Kempen ins Gras beißt. Tut der dieses, haben ganz andere Leute einen mehr als eindeutigen Vorteil davon, nur eben Ihr Auftraggeber nicht. Wäre ich Herr Rudolph, hätte ich Ihnen schon längst die Vertretungsvollmacht entzogen. Aber ich bin leider kein Peniger Klempner.

Nun noch ein paar Takte zur Internetseite. Hätten Sie mal im Impressum nachgesehen, wären Sie glatt auf meine Koordinaten gestoßen. Diese wiederholen sich in den Kopfzeilen des Quelltextes (rechte Maustaste – „Quelltext“). Sie sehen – wir halten uns an die Vorschriften. Herr Kempen ist Baulöwe. Er hat mit solchen Spielchen nix im Sinn, obgleich ich ihn darin unterwiesen habe, wie das funktioniert, falls ich mal nicht kann. Die Seiten selbst bastele ich in den Abendstunden oder am Wochenende zusammen, damit die Öffentlichkeit erfährt, wie in diesem Lande mit Menschen, aber auch mit dem Recht umgegangen wird.

Warum ich das tue? Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

  1. Kempen war quasi einer der Pioniere nach der sogenannten Wende und hat in dieser Hinsicht Beispielgebendes geschaffen. Mit dem Untergang seiner Firma sind in Penig nicht nur 170 Arbeitsplätze weggefallen, sondern auch 6 Lehrstellen jedes Jahr. Als Vater eines erwachsenen Sohnes schmerzt mich letzteres ganz besonders.
  2. Kempen ist kein Einzelfall. Auch ich kenne eine ganze Reihe von Menschen, die von windischen Winkeladvokaten, realitätsblinden Richtern und prozeßgeilen Staatsanwälten sowie Stümpern von Bankangestellten in den persönlichen Ruin getrieben worden sind. Die Affaire Kempen ist ein Exerzierstück dafür, was wir Normalverbraucher tun können, um solchem Stumpfsinn zu begegnen. Sollte diesem Manne Recht widerfahren, so dürfte das ein Auslöser sein für nicht wenige, denen es genauso bescheiden ergangen ist, die nur noch nicht wissen, wie weiter... Und die WebSeite könnte vielleicht mal zu einem Leitfaden für andere Leidgeprüfte werden.

Auf einen Sachverhalt möchte ich an dieser Stelle noch explizit hinweisen: Ich bin weder mit Herrn Kempen verwandt noch sonstwie von ihm abhängig. Dieses mein Engagement ist das eines aufrechten Kämpfers für eine gerechte Sache, freiwillig und ohne jeglichen Eigennutz.

Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gern jederzeit zur Verfügung und verbleibe

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Siegfried Wilhelm

 

PS: Die Links sind nur auf der Internetseite, nicht in dem Herrn RA Wündisch zugestellten Brief. S.W.


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