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Heribert G. Kempen
Weinbergstr. 15, 78262 Gailingen a.H.

Geschäftsführender Gesellschafter der HMK Gruppe

Tel. / Fax : 07734 - 932931 / 33
Funk-Tel. 0171-52 88 529

HMK10@t-online.de

 

 

Gailingen, 13.03.04

 

Offener Brief

Herrn

stellv. Vorstandsvorsitzenden

der SpK Singen-Radolfzell

- Udo Klopfer -

Schaffhauserstr. 10a

Büslingen

 

Via Telefax : 07736 – 922 661

 

 

Betrugsaffaire der Sparkasse Singen – Radolfzell

Hier: Persönliche Einladung

 

Sehr geehrter Herr Klopfer,

in o. g. Angelegenheit ist Ihnen ja bekannt, dass gegen Sie drei (!) Ermittlungsverfahren bei der StA Konstanz wegen Betruges anhängig  sind. Entsprechend der Unschuldsvermutung gelten Sie bis zu einer Verurteilung als „unbescholten“.

Da Sie – wie in der Presse zu lesen ist – der Angelegenheit „gelassen“ entgegen sehen, will ich Ihnen gerne auszugsweise die Beweismittel des unter Ihrer Vorstandsschaft bei Gericht – wider besseren Wissens - vorgetragenen wahrheitswidrigen und unter Eingehung des Prozeßbetruges – wesentlichen Tatbestandsmerkmale – vor Augen führen:

Sie lassen bei den Gerichten vortragen, dass am 23.03.2000 angeblich eine bindende mündliche Vereinbarung geschlossen wurde, die das von Ihnen vertretene Institut angeblich berechtigte, eigenmächtige Umbuchungen sowie die eigenmächtige Vereinnahmung von durch MaBV und GSB geschützten Kunden Baugeldern, erlaubte.

Auch soll angeblich über Zinszahlungen, Mitverpflichtungen der Auffanggesellschaft und deren Gesellschafter gesprochen und vereinbart worden sein. Diese Sichtweise ging soweit, dass Sie sogar die Zwangsversteigerung unseres Privathauses in Auftrag gaben, alle Konten der HMK Gruppe und der Gesellschafter entgegen den gesetzl. Bestimmungen in der Sanierungsphase und Vereinbarung zur Unzeit schlossen, und damit fünf Gesellschaften mit erheblichem Immobilienvermögen sowie 170 Beschäftigten arbeitslos machten.

Dazu ließen Sie sogar noch einen gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter und den der Untreue verdächtigten Mitarbeiter Tobias M. Heinzelmann als Zeugen benennen.

Der gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter, Herr RA Chr. Mathern sowie mein ehemaliger Prokurist (eidesstattliche Versicherung) hat dies nicht nur schriftlich widerlegt, weil es zum Einen nicht der Wahrheit entspricht, zum Andern gar nicht möglich war, wegen der Tat- u. Sachumstände, die zu diesem Zeitpunkt vorlagen.

Es hätten alle Teilnehmer „Hellseher“ sein müssen, dass sie am 23.03.2000 angeblich wußten, wie fünf Monate später die Gläubigerversammlung entscheidet, der betrogene Kunde Netzel im Juli 2000 die hier in Rede stehende Immobilie erwarb und das eigentliche Insolvenzverfahren am 16.05.2000 eröffnet wurde.....

Diese unbestreitbaren Fakten, Daten aus Gerichtsbeschlüssen, Notarurkunden und der Zeitablauf hätten Sie, sehr geehrter Herr Klopfer, selbst bei einer oberflächlichen Überprüfung des Sachverhaltes bemerken müssen. Ihr ehemalige Kollege und damaliger Vorgesetzter, Bankdirektor a. D. Werner Graf, hat – unter Vorlage von schriftlichen Hinweisen – im Sommer 2003 versucht zu vermitteln. Diese Schriftstücke hinterließ er in Ihrem Sekretariat, weil Sie ihn aus terminlichen Gründen nicht empfangen konnten. Fernmündlich wurde später über Ihr Sekretariat Ihr Desinteresse an einer Vermittlung in diesem Skandal bekundet.

Wie Sie sicherlich wissen, ist der ganze Skandal unter

www.skandale-in-Sachsen.de

veröffentlicht. Auch dieser Brief gehört dazu !

Sie waren auf die Widersprüche hingewiesen und leiteten trotzdem das Zwangsversteigerungsverfahren gegen meine Frau ein, die aus Folgen dieser Handlungen heute noch dazu schwer erkrankt ist. Wir haben einen vierjährigen Sohn ....

Der für Ihr Institut tätige Rechtsanwalt Dr. Linnebacher sieht sich nun ebenfalls einem Ermittlungsverfahren wegen Betruges entgegen, eingeleitet durch die StA Konstanz.

Er hatte mich sogar vor dem AG Singen regelrecht verhöhnt und belog ebenfalls das Gericht....

Sie, sehr geehrter Herr Klopfer, hielten eine Rede zur Einführung einer Veranstaltung des geplanten Weltklosters in Radolfzell, bei der die anerkannte Kapazität Professorin Gertrud Köhler die Hauptrednerin war. Neben der Werbung für Produkte Ihres Hauses (verständlich), hielten Sie einen äußerst blassen Vortrag über das Thema Vertrauen ....

Wie können Sie bei diesem geschilderten Hintergrund überhaupt noch über Vertrauen sprechen ?

Am 18.03.04 um 19.00 Uhr findet im Hotel Widerhold / Singen eine Veranstaltung u.a. über diesen Skandal statt. Das Fernsehen und überregionale Presse werden dabei sein. Ich werde diese Schriftstücke, die den Skandal und die betrügerischen Machenschaften in unserem Fall beweisen, mittels Overhead-Projektor der Öffentlichkeit vorstellen.

Ich lade Sie hiermit zu dieser Veranstaltung ein, um Ihnen Gelegenheit zu geben, zu diesen Machenschaften öffentlich Stellung zu beziehen. Es haben sich etliche weitere Geschädigte gemeldet, die zu dubiosen Geschäftspraktiken – die diese Leute (Opfer) selbst erlebt haben – in der Öffentlichkeit berichten werden.

Ihre offensichtlich guten Kontakte zu den Behörden – werden diese Veranstaltung nicht verhindern können, da alle meine gesammelten schriftlichen Unterlagen bei meinen Anwälten, einigen ausgesuchten Journalisten und Personen hinterlegt sind, damit nötigenfalls auch ein Vertreter diese Veranstaltung abhalten kann....

Ich sehe mit Interesse Ihrer Stellungnahme in der Veranstaltung entgegen....

 

Mit vorzüglicher Hochachtung.

 

Heribert Kempen

Anlage


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