Heribert G. Kempen
Weinbergstr. 15, 78262 Gailingen a.H.
Geschäftsführender Gesellschafter der HMK Gruppe
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Gailingen, 13.03.04
Offener Brief
stellv.
Vorstandsvorsitzenden
der
SpK Singen-Radolfzell
- Udo Klopfer -
Büslingen
Betrugsaffaire der Sparkasse Singen – Radolfzell
Hier:
Persönliche Einladung
in
o. g. Angelegenheit ist Ihnen ja bekannt, dass gegen Sie drei (!) Ermittlungsverfahren
bei der StA Konstanz wegen Betruges
anhängig sind. Entsprechend der
Unschuldsvermutung gelten Sie bis zu
einer Verurteilung als „unbescholten“.
Sie lassen bei den Gerichten vortragen,
dass am 23.03.2000 angeblich eine bindende mündliche Vereinbarung geschlossen
wurde, die das von Ihnen vertretene Institut angeblich berechtigte,
eigenmächtige Umbuchungen sowie die eigenmächtige Vereinnahmung von durch
MaBV und GSB geschützten Kunden Baugeldern,
erlaubte.
Auch soll angeblich über Zinszahlungen,
Mitverpflichtungen der Auffanggesellschaft und deren Gesellschafter gesprochen
und vereinbart worden sein. Diese Sichtweise ging soweit, dass Sie sogar die
Zwangsversteigerung unseres Privathauses in Auftrag gaben, alle Konten der HMK
Gruppe und der Gesellschafter entgegen den gesetzl. Bestimmungen in der
Sanierungsphase und Vereinbarung zur Unzeit schlossen, und damit fünf
Gesellschaften mit erheblichem Immobilienvermögen sowie 170 Beschäftigten
arbeitslos machten.
Dazu ließen Sie sogar noch einen
gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter und den der Untreue verdächtigten
Mitarbeiter Tobias M. Heinzelmann als Zeugen benennen.
Der gerichtlich bestellte
Insolvenzverwalter, Herr RA Chr. Mathern sowie mein ehemaliger Prokurist
(eidesstattliche Versicherung) hat dies nicht nur schriftlich widerlegt, weil
es zum Einen nicht der Wahrheit entspricht, zum Andern gar nicht möglich war,
wegen der Tat- u. Sachumstände, die zu diesem Zeitpunkt vorlagen.
Es hätten alle Teilnehmer „Hellseher“
sein müssen, dass sie am 23.03.2000 angeblich wußten, wie fünf Monate später
die Gläubigerversammlung entscheidet, der betrogene Kunde Netzel im Juli
2000 die hier in Rede stehende Immobilie
erwarb und das eigentliche Insolvenzverfahren am 16.05.2000 eröffnet wurde.....
Diese unbestreitbaren Fakten, Daten aus
Gerichtsbeschlüssen, Notarurkunden und der Zeitablauf hätten Sie, sehr geehrter
Herr Klopfer, selbst bei einer oberflächlichen Überprüfung des Sachverhaltes
bemerken müssen. Ihr ehemalige Kollege und damaliger Vorgesetzter, Bankdirektor
a. D. Werner Graf, hat – unter Vorlage von schriftlichen Hinweisen – im
Sommer 2003 versucht zu vermitteln. Diese Schriftstücke hinterließ er in Ihrem
Sekretariat, weil Sie ihn aus terminlichen Gründen nicht empfangen konnten.
Fernmündlich wurde später über Ihr Sekretariat Ihr Desinteresse an einer
Vermittlung in diesem Skandal bekundet.
Wie Sie sicherlich wissen, ist der
ganze Skandal unter
www.skandale-in-Sachsen.de
veröffentlicht. Auch dieser Brief gehört dazu !
Sie waren auf die Widersprüche hingewiesen und leiteten trotzdem
das Zwangsversteigerungsverfahren gegen meine Frau ein,
die aus Folgen dieser Handlungen heute noch dazu schwer erkrankt ist. Wir haben
einen vierjährigen Sohn ....
Der für Ihr Institut tätige
Rechtsanwalt Dr. Linnebacher sieht sich nun ebenfalls einem
Ermittlungsverfahren wegen Betruges entgegen, eingeleitet durch die StA
Konstanz.
Er hatte mich sogar vor dem
AG Singen regelrecht verhöhnt und belog ebenfalls das Gericht....
Sie, sehr geehrter Herr
Klopfer, hielten eine Rede zur Einführung einer Veranstaltung des geplanten
Weltklosters in Radolfzell, bei der die anerkannte Kapazität Professorin
Gertrud Köhler die Hauptrednerin war. Neben der Werbung für
Produkte Ihres Hauses (verständlich), hielten Sie einen äußerst blassen Vortrag
über das Thema Vertrauen ....
Wie können Sie bei diesem geschilderten Hintergrund überhaupt noch
über Vertrauen sprechen ?
Am 18.03.04 um 19.00 Uhr
findet im Hotel Widerhold / Singen eine Veranstaltung u.a. über diesen Skandal
statt. Das Fernsehen und überregionale Presse werden dabei sein. Ich werde
diese Schriftstücke, die den Skandal und die betrügerischen Machenschaften in
unserem Fall beweisen, mittels Overhead-Projektor der Öffentlichkeit
vorstellen.
Ich lade Sie hiermit zu
dieser Veranstaltung ein, um Ihnen Gelegenheit zu geben, zu diesen
Machenschaften öffentlich Stellung zu beziehen. Es haben sich etliche weitere
Geschädigte gemeldet, die zu dubiosen Geschäftspraktiken – die diese Leute (Opfer)
selbst erlebt haben – in der Öffentlichkeit berichten werden.
Ihre offensichtlich guten
Kontakte zu den Behörden – werden diese Veranstaltung nicht verhindern können,
da alle meine gesammelten schriftlichen Unterlagen
bei meinen Anwälten, einigen ausgesuchten Journalisten und
Personen hinterlegt sind, damit nötigenfalls auch ein Vertreter diese
Veranstaltung abhalten kann....
Ich sehe mit Interesse Ihrer
Stellungnahme in der Veranstaltung entgegen....
Mit vorzüglicher
Hochachtung.
Heribert Kempen
Anlage