history.back

 

Wilfried Schöller

Rielasinger Straße 162    78224 SINGEN

 

e-Mail: WilfriedSchoeller@web.de homepage: http://people.freenet.de/neuelinie

 

Wilfried Schöller * Rielasingerstr. 162 * 78224 Singen

Singener Wochenblatt
z. Hd. Herrn Peter Peschka
Hadwigstraße 2a

78224 Singen Singen, den 27.11.2004

 

Ihr Schreiben vom 16.11.2004 - Meine Lesermeinung "Theaterlügen"


Sehr geehrter Herr Peschka,

 

Sie fragen sich, was will er denn, der Schöller? Nichts anderes, als in meiner Art das Wochenblatt darauf hinzuweisen, dass es als lokale Presse in Erfüllung seiner verfassungsmäßigen Pflicht, die Öffentlichkeit über Missstände der Verwaltungen und das dubiose Treiben der örtlichen Machthaber aufzuklären, beim Leser in einem erheblichen Grad unglaubwürdig geworden ist und dabei die Bürger belügt. Als der Südkurier im Oktober 2001 seine Lokalseiten erweiterte, schrieb Heimatredakteur Dieter Wacker folgendes:

"Die Zeitung muss ihre Demokratiefunktion wahrnehmen: Und so ist es Hauptauftrag für einen Journalisten, Öffentlichkeit herzustellen. Die Zeitung muss sagen, was Sache ist, auch wenn die "Wahrheit" nicht immer für jeden angenehm ist. Die Lokalzeitung ist der Anwalt der Öffentlichkeit vor Ort."

Die Erkenntnis ist zweifellos vorhanden, allerdings man darf sie nicht umsetzen, wenn ein Provinzfürst betroffen ist. Sie haben recht, es kümmert mich nicht, wo oder wie ich anecke. Wenn man den Vorteil hat, nicht zur Creme von Singen gehören zu wollen, keine Pfründe verteidigen zu müssen und keine Vorteile erlangen will, darf man seine Meinung nach Aktenlage äußern. Mein Stammtischbruder (der leider viel zu früh verstorbene Hans Joachim Frese) sagte mir einmal in den Anfängen des Wochenblattes, als es endlich aufwärts ging: "Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung." Eine klare Beurteilung.

Als sehr gut informierter Bürger - sogar besser als mancher Lokalredakteur -, der letztendlich wirtschaftskriminelle kommunale Vorgänge mit bezahlen muss, habe ich das Recht und die Pflicht gegenüber den Mitbürgern, meine Meinung zu äußern. Beim Wochenblatt sind da halt Pfründe in Gefahr. Das beweist doch glasklar der Bericht vom 24. März 2004 "Die Medien bewirken kein Recht". Hat man denn nicht etwa deshalb, um eine fragwürdige Berichterstattung zu rechtfertigen, darunter ein Inserat der Sparkasse Singen-Radolfzell plaziert? Beweist man damit nicht ganz deutlich, dass man abhängig ist? Bedenken sollten sie auch, dass ich die Dokumentation des Herrn Kempen im Hotel Widerhold am 18.03.2004 erlebt habe und auch den kompletten Verhandlungstag (9.00 - 21.00 Uhr) vor dem Landgericht Konstanz. Ihr Herr Lichtwald ist zur Mittagszeit gegangen. Aber ich bin am Nachmittag mit hochprozentigen Zeugen (Rechtsanwälte, Steuerberater und Banker) im Flur des Landgerichts gestanden und habe deren Ausführungen - die das Gericht nicht zur Kenntnis genommen hat - hautnahe miterlebt. Was gesagt wurde, war alles andere, nur nicht schmeichelhaft für die Sparkasse und deren Verwaltungsrat. Übrigens: Herr Kempen ist bzw. war langjähriges CDU-Mitglied mit Jesuitenschulung, und das sind nicht gerade die Dümmsten.

Deshalb verwahre ich mich dagegen, dass ich beleidige, Behauptungen aufstelle oder Tatsachen verdrehe. Noch immer konnte ich meine Lesermeinungen schwarz auf weiß belegen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass z. B. ich es war, der Ihnen den GPA-Prüfbericht bezüglich Laga zukommen ließ. Es ist mir nicht unbekannt, dass Herr Lichtwald vergeblich versucht hat, diesen Bericht von Marion Czajor zu bekommen. Verschämt hat sich das Wochenblatt ja getraut unter dem "Bunten Hund" die Tatsache der Vorteilsgewährung und der Veruntreuung von Bürgergeld zu publizieren. Selbstverständlich habe ich auch die kaufmännischen Prüfberichte der Dr. Herberger GmbH Konstanz über die Laga. Dort sind mindestens weitere 1,8 Millionen DM sehr fragwürdig. Z.B. wurde die Laga-Abrechnung durch den An- und Verkauf von 127.534 qm Wiesen um 1.377.367,20 Millionen DM geschönt. Mit "Ungewöhnliche Bilanzposten", wie die Dr. Herberger GmbH schreibt, sind offensichtlich Übertragsdifferenzen von gut 500.000 DM in der Bilanz der Laga GmbH gewerblicher Art gemeint.

Für eine Lokalpresse, die "der Anwalt der Öffentlichkeit vor Ort" sein möchte, wäre es sicherlich an der Zeit, im Interesse der Bürger und Leser "schmerzhafte" Fragen zu stellen. Dies gilt auch für die Singener "Konsens-GmbH", Gemeinderat genannt.

Mit freundlichen Grüßen

mailto:Wilfried Schöller
Wilfried Schöller



| Neue Seiten | Startseite | Vorwort | Dokumentation | Sparkasse | Weitere Beispiele |
| Parteien | Gästebuch | Kontakt und Impressum | Zeitungen | Links |