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Herrn Karl Nolle MdL

c/o Sächsischer Landtag

Bernhard von Lindenau-Platz 1

01067 Dresden

 

31.5.2003

 

Privatisierung öffentlicher Gelder durch Frau Staatsministerin Weber

 

 

Sehr geehrter Herr Nolle,

 

da Sie jetzt den Fall Christine Weber aufrollen, habe ich noch ein Schmankerl für Sie, das eventuell auch Herrn Milbradt selbst nicht ganz egal sein dürfte:

 

Wie auch Sie haben Abgeordnete Gelder zur Finanzierung von Wahlkreismitarbeitern zur Verfügung. Wenn keine derartigen Wahlkreismitarbeiter beschäftigt werden, müssen die Gelder zurückgegeben werden.

 

Fräulein Katja Weber, Tochter der umtriebigen Christine, wurde längere Zeit als Wahlkreismitarbeiterin von Frau Veronika Bellmann MdB (damals MdL CDU) beschäftigt. Der Schwager von Frau Bellmann, Herr Seifert (er ist mit der Schwester von Frau Bellmann verheiratet), war gleichzeitig Wahlkreismitarbeiter von Frau Christine Weber. Die Adresse von Herrn Seifert war der Landtagsverwaltung nicht einmal bekannt. Weder Herr Seifert noch Fräulein Weber sind jemals in irgendwelchen politischen Angelegenheiten im Landtag oder sonstwo aufgetaucht. Fräulein Weber arbeitete gleichzeitig zu ihrer angeblichen Tätigkeit bei Frau Bellmann bei der Sparkasse in Freiberg.

 

Veronika Bellmann hat übrigens auch längere Zeit in der Einliegerwohnung von Milbradts gewohnt. Ich nehme an, dass der Ministerpräsident mit der ganzen Wirtschaft nichts zu tun hat, aber ich glaube, er hat seinen Laden nicht im Griff.

 

Komisch ist, dass Frau Brüggen, die Personalchefin des Landtages, dieses ganze Kreislaufsystem nicht bemerkt hat. Dabei wäre ihrem Mann, dem Ex-Minister Brüggen, eine kleine Rache für seinen Rauswurf doch sicher angenehm.

 

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

 

Mit den besten Grüßen

 

Ein Steuerzahler


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